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Warum viele Frauen keine Lust auf Sex haben – und was wirklich dahintersteckt

  • Autorenbild: M O
    M O
  • 12. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. März

„Warum habe ich keine Lust auf Sex?“

Diese Frage stellen sich viele Frauen irgendwann. Und oft wird sofort nach der schnellen Erklärung gesucht: Stress, Hormone, Beziehung, Alltag.

Manchmal stimmt das.

Aber in meiner Arbeit sehe ich zwei Ursachen

besonders häufig: Stress und Kontrolle.

Viele Frauen sind im Alltag ständig in Verantwortung. Job, Familie, Organisation, To-do-Listen. Der Kopf läuft auf Hochtouren – und der Körper bleibt dabei auf der Strecke.

Und genau hier beginnt das Problem: Sexualität entsteht nicht im Kopf. Sie entsteht im Körper.

Der Satz, den ich am häufigsten höre

Wenn Frauen über Lustlosigkeit sprechen, höre ich immer wieder denselben Satz:

„Ich kann nicht loslassen.“

Oder: „Ich kann einfach nicht entspannen.“

Und genau hier liegt oft der Kern.

Lust braucht Raum. Lust braucht Sicherheit. Lust braucht einen Körper, der nicht permanent auf Anspannung läuft.

Wenn dein Nervensystem ständig im Modus von Kontrolle, Planung und Verantwortung ist, dann ist es logisch, dass dein Körper nicht plötzlich Lust „einschaltet“.

Eine große Fehlannahme über Lust

Viele glauben, Lust sei ein Schalter.

So, als könnte man ihn einfach umlegen.

Aber Lust funktioniert nicht so.

Sie entsteht aus vielen Faktoren:

  • Körpergefühl

  • Entspannung

  • Nervensystem

  • Verbindung zum eigenen Körper

  • Beziehung zur eigenen Sexualität

Wenn diese Verbindung fehlt, kann Lust nicht einfach „aktiviert“ werden.

Lust gehört zum Leben

Ich sage es manchmal ganz schlicht:

Lust gehört zum Leben – genau wie Essen, Trinken und Bewegung.

Ein erwachsener Mensch mit einer gesunden Beziehung zu sich selbst hat in irgendeiner Form Zugang zu Lust.

Das bedeutet nicht, dass du ständig Sex haben musst.

Aber es bedeutet, dass du spüren kannst, worauf du Lust hast.

Oder auch, dass du bemerkst, wenn diese Lust verschwunden ist.

Ich stelle manchmal eine einfache Frage:

Wenn du eine exotische Frucht siehst – saftig, reif, duftend – entsteht dann ein Impuls, hinein zu beißen?

Diese spontane Lust zu schmecken, zu erleben – genau diese Qualität gehört auch zur Sexualität.

Wenn sie komplett verschwunden ist, lohnt es sich hinzuschauen.

Wann Sexualtherapie bei Lustlosigkeit sinnvoll sein kann

Sexualtherapie kann sinnvoll sein, wenn Lust nicht nur selten geworden ist, sondern durch Gleichgültigkeit ersetzt wurde.

Wenn Sex keine Rolle mehr spielt. Wenn der Körper kaum noch reagiert. Wenn Nähe eher anstrengend als angenehm wirkt.

Dann geht es nicht darum, „mehr Sex zu haben“.

Sondern darum zu verstehen:

  • Was ist mit meinem Körper passiert?

  • Wo ist meine Verbindung zu Lust geblieben?

  • Und was brauche ich, um sie wiederzufinden?

Wenn du Sexualtherapie für Frauen in Berlin oder online suchst, kann ein Orientierungsgespräch ein erster Schritt sein, um genau diese Fragen zu klären.

Margarita Ostrovskih

 
 
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